Mood Mandala – wieso wir alle eines brauchen

Allgemein
Mandala

 

Wer viel in der Bullet Journal Szene auf Instagram und Facebook unterwegs ist und leidenschaftlich gern die Youtube-Videos von Bohoberry ansieht, der weiß schon, worum es sich bei diesem Thema handelt. Mood Mandalas sieht man in letzter Zeit sehr oft in den verschiedensten Ausführungen – ob aufwändig konzipiert oder eher einfach und übersichtlich gehalten. Und mit dem Mood Mandala entwickelt sich ein wundervoller neuer Trend hin zu Aufmerksamkeit und Selbstfürsorge.

BohoBerry

[Bildquelle: Instagram@boho.berry]

Mood Mandalas sind – einfach erklärt – eine verschönerte Ansicht seiner Stimmungen über den Monat verteilt. Das Wort “Mandala” stammt ursprünglich aus dem sanskritischen Wort für “Kreis” und hat im Buddhismus einen hohen Stellenwert in der Meditation. Mandalas sind meist rund und von ihrem Aufbau her stets am Mittelpunkt orientiert, das heißt das Muster wird vom Mittelpunkt her aufgebaut und zieht dann seine weiteren Kreise nach aussen. Ursprünglich sollte das Mandala als Hilfsmittel dienen, religiöse Zusammenhänge optisch darzustellen.

Mandalas werden auch häufig in der Psycho-Therapie angewendet, um Betroffene zur Ruhe kommen zu lassen und die Konzentration ganz bewusst auf eine beruhigende, entspannende Tätigkeit zu lenken. Und genau hier liegt der positive Effekt: Man konzentriert seine ganze Aufmerksamkeit auf das Malen und Zeichnen komplexer Muster und Formen und schaltet dabei völlig ab.

Was ist aber nun ein Mood Mandala? Hierbei werden zum einen der optische Effekt, der beruhigende Effekt des Mandalas und ein verbessertes Bewusstsein für seine eigenen Stimmungen und Gefühle zusammengeführt. Das Mandala bildet dabei eher den dekorativen Abschluss einer grafischen Darstellung.

 

Wie es funktioniert:

Man beginnt ganz simpel damit, 30 bzw. 31 Kreise zu zeichnen – von innen nach aussen, begonnen mit dem kleinsten Kreis. Ob dabei ein exakter Abstand zwischen den einzelnen Kreisen eingehalten wird, bleibt ganz dem Betrachter überlassen.

Danach wählt man eine Farblegende aus. Man weist beispielsweise die Farbe Grün der Stimmung “hoffnungsvoll” zu, die Farbe Rot der Stimmung “deprimiert” und Geld wird zu “gestresst”. Ganz nach Belieben und Stimmungsaktivität können es schonmal bis zu 10 Farben und Stimmungslagen werden, je nachdem, wie differenziert man es haben möchte.

Kreise

Die zuvor gezeichneten 30 oder, je nach Anzahl der Tage des jeweiligen Monats, 31 Kreise werden nun mit dem voranschreitenden Monat mit der jeweiligen Tagesfarbe zur Stimmung ausgemalt. Oft ist es schwierig, sich auf eine einzige Stimmung pro Tag festzulegen, aber genau hier liegt der positive Effekt des Ganzen. Man setzt sich bewusst mit seinen Gefühlen auseinander und versucht herauszufinden, welches Gefühl denn nun den Tag dominiert hat. Man entwickelt ein differenziertes Bewusstsein und einen aktiven Bezug zu seinen eigenen Gefühlen. Nun wird während des Monats oder eben erst am Ende, wenn alle Kreise ausgemalt sind, mit dem Mandala begonnen. Das kann beliebig erweitert und so detailliert wie es geht gestaltet werden. Dazu braucht es nichts weiter als einen schwarzen Fineliner und ein wenig Fantasie.

Mandala

 

Ihr könnt natürlich auch ein fertig vorgezeichnetes Mandala ausdrucken oder abzeichnen und dieses dann in beliebiger Anordnung mit Farben ausfüllen. So seht ihr am Ende dann anhand des Farbschemas und der darin dominierenden Farbe, welches Gefühl und welche Stimmung in dem jeweiligen Monat im Vordergrund stand.

Farbschema

 

Eine weitere Variation, dafür aber umso komplexer, seht ihr diesen Monat im Bullet Journal von Bohoberry. Hier hat sie ausser der üblichen Farbkreise noch die Mondphasen und Monatstage hinzugefügt. Wie ihr seht: Der Fantasie und Kreativität sind beim Thema Mood Mandala keine Grenzen gesetzt. Gestaltet es so kunstvoll und ausführlich oder so einfach und übersichtlich, wie immer es euch beliebt.

[Bildquelle: Instagram@boho.berry]

[Bildquelle: Instagram@boho.berry]

Das fertige Mood Mandala ist nicht nur wunderschön anzusehen, nein, es gibt uns auch eine perfekte und anschauliche Übersicht über unsere Stimmungen und Gefühle während des vergangenen Monats. Praktisch und aufschlussreich ist das gerade für diejenigen unter uns, die emotional vielleicht gerade eine schwierige Phase durchmachen, ein kreatives Tief haben oder einfach gerne etwas mehr über sich selbst erfahren möchten. Also, warum geben wir ihm nicht mal eine Chance?

Liebe Grüße eure Cassie

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1 Comment

  • Reply
    Kerstin
    5. Juli 2017 at 20:56

    Ein toller Bericht, der so richtig Lust auf ein MoodMandala macht !!!
    Danke !!

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